Short Message Service

Der Short Message Service meisselt SMSe in Schieferplatten. Die virtuellen Mitteilungen erhalten dadurch eine dauerhafte und handfeste Form. Auch wird die ansonsten private SMS-Kommunikation für alle sichtbar gemacht.


Ort: Stadtgalerie, Bern, 10 Tage, 2008

Entwickelt und umgesetzt zusammen mit Simona Reber und Sarah Stocker




PROJEKTBESCHRIEB

Unsere Gesellschaft ist geprägt durch Kurz- und Schnelllebigkeit. Die SMS ist ein Sinnbild hierfür. Tagtäglich erhalten wir viele kürzeste Mitteilungen auf unseren Handys. Vom banalen „ich komme etwas später“ bis zu Liebeserklärungen verschwindet alles im virtuellen Speicher des Telefons.

Der Short Message Service meisselt SMSe in Stein und macht diese dadurch handfest und dauerhaft. Die Besucher der im Ausstellungsraumes stationierten Werkstatt können dem Serviceteam entweder eine bereits erhaltene SMS zum Archivieren senden oder einem Bekannten eine Stein-SMS zukommen lassen. Der Short Message Service meisselt alle eingegangenen Mitteilungen in Schieferplatten und hängt sie an einer Wand des Ausstellungsraums auf. Die ansonsten private SMS-Kommunikation wird sichtbar gemacht und erhält einen öffentlichen Charakter. Am Ende der Ausstellung können die zuvor per SMS informierten Empfänger beziehungsweise Archivierer ihre Stein-SMS abholen.



Projekt im Dokubuch (PDF)